BERICHT AUS DEM RATHAUS: ZWISCHEN HAUSHALTSDIZIPLIN UND IDEOLOGISCHER AGGRESSION
Wir waren am vergangenen Donnerstag, den 05.02.2026, ab 20:00 Uhr als Besucher im Haupt- und Finanzausschuss (HFA) Langen dabei. Es war eine Sitzung, die deutlich machte, wie tief die Gräben zwischen sachorientierter Sparpolitik und ideologischer Aggression in unserer Stadt aktuell sind.
Hier unsere Analyse der wichtigsten Punkte:
Finanzen: Lichtblicke im Schuldensumpf?
Bürgermeister Jan Werner vermeldete für das laufende Jahr bisher 20 Mio. Euro Gewerbesteuereinnahmen. Auch die Bäderbetriebe stehen mit einem Jahresgewinn von 91.411,45 € (2024) stabil da. Dennoch: Angesichts des massiven Defizits von 15,4 Mio. € und nahezu aufgebrauchten Rücklagen bleibt die Lage extrem ernst.
TOP 5: Tourismusabgabe & der FWG-Antrag
Langen hat die vorläufige Zusage als „Tourismusort“. Diskutiert wurde ein Änderungsantrag der FWG-NEV, der die Satzung rechtssicherer machen soll. Die Steuerpflicht soll bereits an die „Möglichkeit der Übernachtung“ geknüpft werden, um Schlupflöcher zu schließen. Ziel ist eine Tourismusabgabe, die ca. 300.000 € jährlich einbringen soll.
TOP 7: Zukunft der Stadtbibliothek & das Leseverständnis
Die FDP schlug vor, die Personalstruktur der Bibliothek bei Fluktuation (Rente/Kündigung) sozialverträglich umzubauen. Aktuell kosten 6,5 Stellen jährlich rund 500.000 €, wovon allein 2,6 bis 3,5 auf teure Fachstellen entfallen. CDU-Vorsitzender Christian Gött betonte, dass die Bibliothek als Partner für Schulen unverzichtbar sei, um das Leseverständnis der Schüler zu fördern. Sein Argument: Wir müssen jetzt Konzepte entwickeln, um die Einrichtung durch Ehrenamtliche zu stützen, statt sie im „Worst Case“ schließen zu müssen.
Der Eklat: Wenn das Leseverständnis fehlt
Statt sachlich über diese Sparvorschläge zu debattieren, verlor Matthias Rohrbach (Die Linke) völlig die Fassung. Er beschimpfte die anwesenden Vertreter der anderen Parteien pauschal als „asozial“.
Bürgermeister Jan Werner wies ihn umgehend zurecht und merkte an, dass dieser Begriff aus der Zeit des Nationalsozialismus stamme. Christian Gött (CDU) lieferte die passende Quittung: Er wies darauf hin, dass gerade deshalb die Förderung des Leseverständnisses in der Bibliothek so wichtig sei – damit man Anträge inhaltlich erst einmal richtig erfasst, bevor man in solch unwürdige Szenarien verfällt. Offenbar hatte Herr Rohrbach den Antrag der FDP und den Ergänzungsantrag der CDU schlichtweg nicht verstanden.
TOP 4 & 6: Wald und Wärme
Wald-Zukunft: Langen tritt dem „Wald und Holzkontor“ bei. Der Wechsel für Privatwaldbesitzer ist freiwillig und kulant geregelt, um Doppelbelastungen zu vermeiden.
Wärmeplan: Der kommunale Wärmeplan wurde einstimmig angenommen – ein Mammutprojekt bis 2045.
Plakat-Doppelmoral zum Abschluss
Rohrbach stürmte am Ende mit seinem Handy zum Bürgermeister, um sich über „Mikroplastik“ durch Wahlplakatreste zu beschweren. Peinlich: Die Fotos zeigten Reste eines ganz anderen Kandidaten. Während die Linke Vandalismus beklagt, werden unsere AfD-Plakate in Langen systematisch entwendet – oft nur Stunden nach der Aufhängung.
Unser Fazit: Als Besucher haben wir gesehen: Langen braucht Vernunft statt ideologischer Pöbeleien. Wer Anträge nicht lesen kann, sollte nicht über die Zukunft unserer Stadt entscheiden.
Was denkt ihr zum Thema Ehrenamt in der Bibliothek? Schreibt es uns in die Kommentare! ![]()
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